Leitfaden · Nebeneinkommen · Selbstständige Tätigkeit
Empfehlungspartner werden Status, Formalitäten und die echten Fragen, die Sie sich vor dem Start stellen sollten.
Sie suchen eine Stelle im Vertrieb, einen Freelance-Auftrag oder einfach ein Nebeneinkommen? Geschäftsvermittlung kann dazugehören, wenn man weiß, was das wirklich ist: eine selbstständige Tätigkeit, auf Provisionsbasis bezahlt, ohne Gehalt. Hier das Wichtigste, ohne Versprechen.
Was ist ein Empfehlungspartner?
Ein Empfehlungspartner bringt ein Unternehmen mit künftigen Kunden zusammen. Er verkauft nicht selbst, unterschreibt keinen Vertrag im Namen des Unternehmens und kassiert nichts: Er empfiehlt, stellt vor, gibt einen Link weiter. Wird die vorgestellte Person Kunde, erhält er eine im Voraus festgelegte Provision.
Die Tätigkeit braucht weder Abschluss noch Lager. Dafür bietet sie keine Einkommensgarantie: Man wird nur bezahlt, wenn die vorgestellten Kunden kaufen, und solange sie zahlen, wenn die Provision wiederkehrend ist.
Festanstellung, Handelsvertreter oder Empfehlungspartner: was sich ändert
Viele Anzeigen vermischen diese drei Situationen. Dabei haben sie weder dieselbe Bindung an das Unternehmen noch denselben Schutz.
| Angestellter im Vertrieb (unbefristet, befristet, Handelsreisender) | Handelsvertreter | Empfehlungspartner | |
|---|---|---|---|
| Bindung an das Unternehmen | Arbeitsvertrag | Dauerhaftes Mandat, selbstständig | Reine Kontaktvermittlung, selbstständig |
| Was er tut | Verkauft nach den Vorgaben des Arbeitgebers | Verhandelt und schließt manchmal im Namen des Unternehmens ab | Stellt Kunden vor, ohne etwas für das Unternehmen zu unterschreiben |
| Vergütung | Gehalt, manchmal mit variablem Anteil | Provisionen | Nur Provisionen |
| Formalitäten | Keine: Der Arbeitgeber meldet an | Eintragung im besonderen Register der Handelsvertreter | Selbstständigen-Status (oft Kleinunternehmen/micro-entreprise), um bezahlt zu werden |
Sie suchen eine unbefristete oder befristete Stelle im Vertrieb?
Um es klar zu sagen: Ein Empfehlungsprogramm ist kein Stellenangebot. Es gibt keinen Mindestlohn, keinen bezahlten Urlaub und nicht den Schutz eines Arbeitsvertrags. Wenn ein stabiles Einkommen Ihre Priorität ist, suchen Sie zuerst eine Festanstellung.
Geschäftsvermittlung ist in anderen Situationen sinnvoll:
- Sie treffen schon Profis bei Ihrer Arbeit (Außendienst, Mehrfachvertreter, Lieferant, Trainer, Webdesigner) und eine nützliche Empfehlung passt ganz natürlich in Ihre Gespräche.
- Sie sind schon selbstständig und möchten eine zusätzliche Einnahmequelle, in Ihrem eigenen Tempo, ohne Lager und ohne Investition.
- Sie haben ein Netzwerk (Business-Club, Verein, Selbstständige im Umfeld), dem ein Werkzeug wirklich helfen kann.
Sie sind angestellt? Die Tätigkeit ist oft nebenher möglich, wenn Ihr Arbeitsvertrag keine Exklusivitätsklausel enthält und Sie keinen Konkurrenten Ihres Arbeitgebers empfehlen.
Die Formalitäten, um bezahlt zu werden, Schritt für Schritt
- 1. Einen Selbstständigen-Status wählen. Es gibt keinen eigenen Status für Empfehlungspartner. Zum Start wählen viele das Kleinunternehmen (micro-entreprise): vereinfachte Buchhaltung und Abgaben, die auf Ihre Einnahmen berechnet werden.
- 2. Die Tätigkeit online anmelden. Die Anmeldung erfolgt beim zentralen Portal für Unternehmensformalitäten; danach erhalten Sie eine SIRET-Nummer. Die Einordnung der Tätigkeit und die steuerliche Regelung hängen von Ihrer Situation ab: Fragen Sie im Zweifel bei der Anmeldung oder bei der URSSAF nach.
- 3. Die Bedingungen schriftlich lesen. Provisionssatz, Berechnungsgrundlage, Dauer der Provision, Auszahlungsschwelle, Fälle, in denen sie endet: Alles muss schriftlich vorliegen, bevor Sie irgendetwas empfehlen.
- 4. Rechnung stellen und angeben. Für jede Provision wird eine Rechnung erstellt, und sie wird dann in Ihrem Umsatz angegeben. Manche Programme erstellen die Rechnung für Sie (Selbstfakturierung).
Diese Hinweise sind allgemein und ersetzen keine persönliche Beratung. Die offiziellen Regeln stehen ausführlich auf den Websites der Verwaltung (service-public.fr, URSSAF).
Woran man ein seriöses Programm erkennt
Gute Zeichen
- Kostenlose Anmeldung, ohne Kaufpflicht.
- Provision berechnet auf echte Zahlungen echter Kunden.
- Satz, Dauer und Auszahlungsschwelle werden vor der Anmeldung veröffentlicht.
- Keine Exklusivität und keine vorgegebene Quote.
- Ein Produkt, das Sie einem Freund empfehlen könnten.
Warnsignale
- Eintrittsgebühren, ein „Starterset“ oder eine kostenpflichtige Schulung.
- Einnahmen nur fürs Anwerben anderer Personen.
- Eine Anzeige, die als „Stelle“ präsentiert wird, ohne Arbeitsvertrag.
- Im Voraus versprochene Einkommensbeträge.
- Bedingungen, die nirgends schriftlich stehen.
Das Empfehlungsprogramm von Calendrio, klar erklärt
Calendrio ist ein Online-Kalender und eine Kundenkartei für Selbstständige und kleine Betriebe: Friseure, Kosmetikerinnen, Wellness-Praktiker, Coaches, Anwälte, Trainer… Wenn Sie mit solchen Menschen zu tun haben, können Sie es ihnen mit Ihrem persönlichen Link empfehlen.
- 30 % von dem, was jeder vermittelte Profi zahlt, lebenslang: solange er abonniert bleibt (Abos Calendrio und Calendrio Prospection).
- Ein Rechenbeispiel, kein Versprechen: Ein Profi im Tarif Pro (39 € zzgl. MwSt. pro Monat) bringt 11,70 € pro Monat; ein Salon im Tarif Team (79 € zzgl. MwSt. pro Monat) 23,70 € pro Monat. Während der kostenlosen Testphase des Profis gibt es keine Provision.
- Kostenlose Anmeldung, ohne Exklusivität und ohne Quote. Ihr Link wird 90 Tage lang auf dem Gerät des Profis gespeichert.
- Automatische Auszahlungen auf Ihr Bankkonto ab einem fälligen Betrag von 20 €; die Rechnung wird für Sie erstellt. Um bezahlt zu werden, brauchen Sie eine SIRET-Nummer.
- Das Anwerben anderer Empfehlungspartner bringt an sich nichts: Es gibt nur einen kleinen Team-Bonus auf die Kunden, die Ihr Team tatsächlich bringt.
Es ist eine selbstständige Tätigkeit: ein mögliches Nebeneinkommen, kein Gehalt. Sie verdienen nur, wenn Profis Calendrio wählen und abonniert bleiben.
Häufige Fragen zur Geschäftsvermittlung
Ist die Tätigkeit als Empfehlungspartner ein Job?
Nein. Es ist eine selbstständige Tätigkeit: Sie haben keinen Arbeitsvertrag, kein festes Gehalt und keine vorgegebenen Arbeitszeiten. Sie werden nur über Provisionen auf die Verkäufe bezahlt, die Sie ermöglichen. Wenn Sie eine unbefristete oder befristete Stelle suchen, ist das eine Ergänzung, kein Ersatz.
Kann man als Angestellter Empfehlungspartner sein?
In der Regel ja, sofern Sie Ihren Arbeitsvertrag einhalten: Prüfen Sie, ob er keine Exklusivitätsklausel enthält, und empfehlen Sie kein Konkurrenzprodukt Ihres Arbeitgebers. Die Provisionen werden separat angegeben, im Rahmen Ihres Selbstständigen-Status.
Welchen Status braucht man, um bezahlt zu werden?
Es gibt keinen eigenen Status für Empfehlungspartner. Für eine regelmäßige Tätigkeit wählen viele das Kleinunternehmen (micro-entreprise), das online beim zentralen Portal für Unternehmensformalitäten angemeldet wird und Ihnen eine SIRET-Nummer zuteilt. Die genaue Einordnung der Tätigkeit und die steuerliche Regelung hängen von Ihrer Situation ab: Prüfen Sie sie bei der Anmeldung oder bei der URSSAF (französische Sozialversicherungsstelle).
Wie viel verdient ein Empfehlungspartner?
Das hängt ganz vom Produkt, vom Provisionssatz und von der Zahl der Kunden ab, die Sie tatsächlich vermitteln: Das Einkommen kann null sein. Seien Sie vorsichtig bei jedem Angebot, das Ihnen einen Betrag verspricht. Bei Calendrio ist die Berechnung öffentlich: 30 % von dem, was jeder vermittelte Profi zahlt, also 11,70 € pro Monat für ein Pro-Abo zu 39 € zzgl. MwSt., solange er abonniert bleibt.
Was ist der Unterschied zu einem Handelsvertreter?
Der Handelsvertreter hat ein dauerhaftes Mandat: Er verhandelt und schließt manchmal Verträge im Namen des Unternehmens, das er vertritt, und ist im besonderen Register der Handelsvertreter eingetragen. Der Empfehlungspartner stellt nur den Kontakt her: Er unterschreibt nichts im Namen des Unternehmens.
Muss man zahlen, um einem Empfehlungsprogramm beizutreten?
Ein seriöses Programm ist kostenlos. Anmeldegebühren, ein Starterset zum Kaufen oder Einnahmen nur fürs Anwerben anderer Personen sind Warnsignale. Das Calendrio-Programm ist kostenlos und vergütet nie das Anwerben allein.
Um Calendrio gut zu empfehlen
Wer die Bedürfnisse der Profis kennt, empfiehlt treffender: Lesen Sie unsere Seiten für Friseursalons, Kosmetikerinnen, Fitness-Coaches und Anwälte oder unsere Tipps, um nicht wahrgenommene Termine zu verringern. Die Preise stehen auf der Seite Preise.
Leitfaden verfasst vom Calendrio-Team.